Tullibardine

Die Highlands ziehen jedes Jahr Touristen an. Die Natur, die Ruhe und die freundlichen Schotten sind ein Garant für einen abwechslungsreichen Urlaub. Das schottische Hochland ist auch bekannt für seine Destillerien, die Whisky-Brennereien.

Der erste urkundlich erwähnte Whisky wurde im Jahr 1494 genannt. Damals als Medizin erlaubt, später war es dem Adel vorbehalten, Whisky zu brennen. Im 16. Jahrhundert wurden Gesetzte zur Whiskybrennerei erlassen, die die widerspenstigen Schotten gerne umgingen. Sie brauten ihren Whisky nur zum Hausgebrauch, es gab noch kein Exportgeschäft.

Die Destillerie Tullibardine entstand im Jahre 1488 in dem Ort Blackford, zunächst als Bierbrauerei. Sie wurde von dem damaligen König wegen des guten Bieres ausgezeichnet.
Im Jahr 1947 wurde der Betrieb umgestellt zur Destillerie. Tullibardine bezeichnet auch ein nahe liegendes Moor in den Ochil Hills.

Das familiengeführte Unternehmen fertigt noch heute alles in Handarbeit. Und als einer der wenigen Betriebe erfolgt das Destillieren, die Reife und die Abfüllung vor Ort. Das garantiert eine hervorragende Qualität.

Tullibardine (Hügel von Bardine) ist in Blackford, gerade nördlich von der Hochlandlinie gelegen. Das Gebiet wird für die Qualität seines Wassers geschätzt. Die Wasserquelle teilt die Destillerie mit der in Flaschen abgefüllten Marke 'Highland Spring'. Invergordon-Distillers leiteten Tullibardine ab 1971, die den größten Teil der Brennerei 1973-74 wieder aufbauten. Gleichzeitig erweiterten sie die Kapazität von zwei auf vier Stills. Whyte und Mackay übernahmen 1993 die Kontrolle der Destillerie 1993, um sie im nächsten Jahr wieder einzumotten. 2003 jedoch wurde die Whiskyproduktion von 4 Whiskyliebhabern wieder begonnen.

Welche Whiskysorten werden destilliert?

Die Marquees-Collection

Ein erlesenes Angebot an Single Malt Whiskys, die in amerikanischen Eichenfässern, Bourbon- oder Marsalafässern gereift sind. Sie haben einen leichten, fruchtigen, malzigen und weichen Geschmack.

Specials

Tullibardine bietet eine Reihe an besonders gereiften Sorten an. So der Burgunderfass-finished Whisky, der eine schöne rote Farbe erhält, da in dem Fass Barrique-Wein gelagert wurde.

Im Sherryfass gereift, erhält der Whisky eine goldbraune Farbe und schmeckt würzig süß.

Wie entsteht der Whisky?

Die Qualität eines Whiskys ist stark abhängig vom Wasser. Tullibardine hat den Vorteil, das Wasser des Danny Burn verwenden zu können. Das Wasser des Danny Burn wird aufgrund seiner ausgezeichneten Qualität als Mineralwasser verkauft.

Nach dem Destillieren reift der Whisky in Holzfässern. Hierzu verwendet Tullibardine ausgewählte Fässer von europäischen Weingütern. Das verleiht dem Wasser des Lebens, wie Whisky übersetzt heißt, den ausdrucksvollen Geschmack und die erlesene Färbung. Die Reifezeiten sind sehr unterschiedlich, einige reifen 15, 20 oder 25 Jahre. Je länger der Whisky reift, desto hochpreisiger wird er.

Nach der Reifezeit wird er in elegant designte Flaschen abgefüllt und geht zum Verkauf.

Das Besucherzentrum von Tullibardine

Seit 2014 gibt es ein Besucherzentrum, hier werden Tastings im Café 1488 angeboten. Es gibt zwei Tourenangebote, eine ist die klassische Tour, sie dauert 45 Minuten und endet mit einem Tasting mit zwei Single Malts an der Dramingbar.

Bei der kombinierten Tour gibt es einen Einblick ins Zolllager, die Fässer können begutachtet werden. Beim Tasting an der Dramingbar gibt es drei Single Malt Whiskys und eine Geschenktüte. Das Besucherzentrum öffnet sieben Tage die Woche. Für den Besucher ist festes Schuhwerk Pflicht, sonst wird er nicht hereingelassen. Beim nächsten Schottlandurlaub unbedingt die Tour mit Einplanen und das Wissen zum Thema Whisky erweitern.