Laphroaig

1 bis 4 (von insgesamt 4)

Aussprache: [La-froig], schöne Niederung an breiter Bucht. Laphroaig ist die Geschichte einer Gruppe von kompromisslosen und entschlossenen Menschen, die nie ihr Ziel aus dem Auge verloren, dass der klar definierte Laphroaig Whisky, den sie herstellen, stets seinem Ursprung treu bleibt. Diese Menschen leben und arbeiten auf der Insel Islay in wilder Landschaft und rauem Klima und sind in ihrer Zielstrebigkeit und Ehrlichkeit so einzigartig wie der Laphroaig Whisky selbst. Die Qualität des Laphroaig Single Malt zeigt sich in seinem sehr torfigen und rauchigen Charakter, mit einem Beigeschmack von rauem Atlantik und Andeutungen von dezenter Süße.

Die Geschichte von Laphroaig

Die offiziell im Jahr 1815 von den Brüdern Donald & Alex Johnston gegründete Destillerie war ursprünglich eine Farm-Brennerei für den Eigenbedarf, die bereits ihr Vater John illegal betrieb. Unter der Leitung der Johnston-Brüder erlangte sie in Kürze Weltruhm. Das Wasser für die Herstellung ihres Laphroaig Whiskys stammte aus dem Sanaig Burn. Die Brennerei blieb bis 1954 in Familienbesitz. Nach dem Tod von Ian Hunter, dem letzten aus dem Familien-Clan, übernahm Bessie Williamson das Unternehmen Laphroaig und wurde zur ersten weiblichen Master-Destillerin. 1967 verkaufte sie es an Long John Distillers. Der neue Eigentümer führte die Destillerie bis 1972 weiter.

Als Long John Distillers im Jahr 1975 in Whitbread - das wiederum zu Allied Domecq gehörte -aufgingen, ging auch Laphroaig in den Besitz des neuen Eigentümers über. Allied Domecq wurde 2005 von Pernod Ricard übernommen. Um den Auflagen des Kartellamtes entsprechen zu können, trennte sich Pernod Ricard von Laphroaig. Beam Global Spirits & Wine, eine Tochter von Fotune Brands, wurde der neue Besitzer. Ende April 2014 schloss der japanische Getränkekonzern Suntory die Übernahme von Beam Global ab. Seitdem steht Laphroaig unter der Verwaltung des japanisch-amerikanischen Beam Suntory Konzerns.

Die Produktion von Laphroaig

Laphroaig hat die südlichste Lage der Islay-Brennereien. Die Lagerhäuser der Destillerie liegen direkt am Meer. Bei hohem Wellengang werden sie vom Wasser des Atlantiks umspült. Diesen regionalen Bedingungen schreibt Laphroaig den unverwechselbaren Geschmack seines Malts zu: Salzwasser, salzige Seeluft, torfiges Wasser aus dem Kilbride Dam, der handgestochene Torf mit einem hohen Moosanteil – ein perfektes Zusammenspiel von Natur, Zutaten und dem Können eines Meister-Blenders. Das Malz stammt allerdings nicht ausschließlich von den Destillerie eigenen Feldern, sondern wird auch von der Port-Ellen-Mälzerei zugekauft.

Die Anlage, in der der Whisky von Laphroaig hergestellt wird, verfügt über einen Maischbottich (mash tun), sechs stählerne Gärbottiche (wash backs), drei Wash Stills und vier Spirit Stills – unter Dampfbefeuerung. 1923 wurden zusätzlich zwei Brennblasen (Stills) angeschafft, 1969 zwei weitere und 1974 kam die letzte Brennblase hinzu, so dass nun insgesamt mit sieben Stills destilliert werden kann.

Wegen der außergewöhnlichen Qualität und Einzigartigkeit seines Single-Malt-Whiskys wurde Laphroaig im Jahre 1994 zum Hoflieferanten des Prince of Wales ernannt. Laphroaig Whisky erhält nahezu jährlich internationale Auszeichnungen.