Bowmore

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Die im Jahr 1779 vom Farmer und Händler David Simson gegründete und nach der Islay-Hauptstadt Bowmore benannte Whiskybrennerei liegt direkt am Loch Indaal in einer Bucht. Zunächst führte der Gründer das Unternehmen selbst. 1925 erfolgte die Übernahme durch Joseph Robert Holmes. Danach ging die Destillerie – umbenannt in Bowmore Distillery Co - in das Eigentum von Sheriff’s Bowmore Distillery Ltd über. Während des 2. Weltkrieges diente die Anlage der in dieser Zeit geschlossenen Destillerie als Stützpunkt für Flugboote. Dann wechselte sie – wie viele andere schottische Whiskybrennereien auch – mehrfach den Besitzer. Seit 1994 gehört das Unternehmen zur japanischen Suntory-Gruppe.

Die Produktion in der Destillerie Bowmore

Für die Whisky-Produktion wird bei Bowmore das Wasser aus dem River Laggan verwendet, was eine eigene torfige Note liefert. Der an Mineralien reichhaltige, torfige Boden ist zur Whisky-Herstellung extrem qualifiziert – ebenso wie das milde Klima von Islay. Um etwa die Hälfte des Torfes einzusparen und den verwendeten Torf besser auszunutzen, werden in der Brennerei Torf-Briketts in feine, kleine Teile gemahlen, was bewusst zu einer stärkeren Rauchentwicklung führt. Als eine der wenigen Destillerien besitzt Bowmore selbst ein mehrstöckiges Mälzhaus, in dem ein Teil des benötigten Malzes noch selbst hergestellt wird.

Da der Bodenlevel der Brennerei unter dem Meeresspiegel liegt, steigt das Wasser an den Mauern der Lagerhäuser empor, die bei Flut zum Teil 1,5 Meter im Salzwasser stehen. Zudem durchdringt die salzige Meerluft, die durch Westwinde verstärkt durch die Lagerhäuser weht, die Fässer, in denen der Bowmore-Whisky gelagert wird. Dieser Umstand verleiht dem Destillat eine leichte maritim-salzige Note, ohne den Geschmack unangenehm zu beeinflussen und das getorfte Gerstenmalz- und typische Raucharoma zu dominieren. Als Standort für die Destillerie wurde einst klugerweise eines der fruchtbarsten Gebiete im Süden der Insel Islay gewählt, da sich hier überwiegend Torfmoore befinden, aus denen aromatischer Torf gewonnen werden kann, der zum Trocknen der gekeimtem Gerste und beim Mälzen verbrannt wird und geschmacksfördernd wirkt.

Die Whiskys von Bowmore werden in Ex-Bourbon und spanischen Ex-Sherryfässern gelagert, was ihnen ein deutliches Sherryaroma verleiht. Destilliert wird in zwei Washstills und einem Spiritstill. Durch die Verwendung von schmalen Brennblasen entsteht die angenehme Milde des Destillats.

Besonderheiten der Destillerie bestehen daraus, dass die Abwärme des Destillationsprozesses bei Bowmore dazu genutzt wird, um eine zum Schwimmbad umgebaute Lagerhalle zu beheizen und weitere Wärmequellen zu betreiben. Die Umweltschutzaktivititäten der Bowmore Destillerie führten außerdem zur Zertifizierung nach ISO 14000 und ISO 9000.

Die Produktpalette der Destillerie Bowmore

In seinen Abfüllungen hat sich Browmore stark auf Single-Malts konzentriert. Außerdem wird sein Whisky auch teilweise für Blends verwendet oder fassweise weiter verkauft und von unabhängigen Abfüllern vertrieben.

Der Einfluss der Lagerung in Sherryfässern tritt mit zunehmender Reifezeit ein. Beachtenswert ist jedoch der 15-jährige, der bereits nach seiner verhältnismäßig „kurzen“ Reifezeit einen ungewöhnlich starke Geschmacksintensität und Komplexität bietet.

Der zwölfjährige Bowmore Whisky hat bisher den größten Verkaufserfolg erzielen können und steht momentan an der Spitze der Range. Alle Destillate haben einen Alkoholgehalt zwischen 40 % und 57,1% Vol., zeichnen sich durch einen nicht allzu starken Torfgeschmack und eine feine Ausgewogenheit ihrer Aromen aus.

Da die Nachfrage nach älteren Jahrgängen bei Bowmore zunimmt, der Bestand aber allmählich ausdünnt, hat sich die Destillerie dazu entschließen müssen, diese teilweise zu limitieren.

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