Balvenie

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Die schottische Malt Whisky Brennerei Balvenie wurde 1892 von William J. Grant an den Hängen der Convals nahe Dufftown (einst Balvenie) – dem „Dorf des Glücks“ gegründet. Der erste Brennvorgang fand am 1. Mai 1893 statt. Noch heute befindet sie sich im Besitz von William Grant & Sons Ltd.

Bei der Errichtung von Balvenie verwendete man, um Kosten zu sparen, zunächst gebrauchte Brennblasen. Da sich der Whisky von Balvenie mit der Zeit jedoch einer immer höheren Beliebtheit erfreute, stockte man 1957 die Anzahl der Brennblasen von zwei auf vier auf. Im Zuge der Renovierung und des Ausbaus der Destillerie Balvenie zwischen 1965 und 1971, erhöhte man die Zahl der Brennblasen auf insgesamt neun.

Der erste Single Malt wurde jedoch erst im Jahr 1973 abgefüllt. Bis dahin floss der Whisky in die hauseigene Verblendung.

Die Produktion von The Balvenie

Das zum Brennen verwendete Wasser stammt aus den Robbie Dubh Quellen der Region Speyside. Die Destillerie Balvenie verfügt – wodurch sie sich von anderen Brennereien abhebt – noch heute über einen eigenen Malting Floor. Balvenie ist eine der letzten Brennereien, die ihre Gerste - zumindest teilweise – noch selbst mälzt. Die traditionell für das verwendete Malz verwendete schottische Gerste wird auf dem Balvenie Main, einem etwa 3.500 Quadratmetern großen Feld, angebaut und geerntet. Mittlerweile kann, aufgrund der großen Produktionsmengen, der Bedarf an Malz nur noch zu lediglich 15% aus der eigenen Mälzerei gedeckt werden und muss durch Lieferungen von Großmälzereien ergänzt werden. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass es keine Phenole enthält.

Produziert wird mit einem Maischbottich und zehn Gärbottichen aus Douglasienholz. Der Produktionsausstoß bei Balvenie von jährlich ca. 5,6 Millionen Litern Alkohol wird heute mit 5 Wash Stills und 6 Spirit Stills erreicht, die mit innenliegenden Dampfspiralen befeuert werden. Die Kapazität der fünf Wash Stills variiert zwischen 9.000 und etwa 13.000 Litern. Sie haben eine runde Form und sind mit einer Rückflusskugel ausgestattet. Die Brennblasen sind sehr hoch und der Lyne Arm fällt ab Halshöhe nach unten ab. Die Spirit Stills sind größer und röhrenförmig. Über dem Zwischenstück ist ebenfalls eine Rückflusskugel angebracht. Der Lyne Arm steigt hier hingegen nach der Krümmung aufwärts.

Diese Konstellation führt bewusst zu einer sehr langsamen Destillation, wobei die unerwünschten Aromen und Fuselöle im Alkohol besser abgesondert werden können. Einer der Gründe, dass Balvenie Whiskys keine scharfen oder intensiven Untertöne aufweisen.

Fast alle Lagerhäuser von Balvenie sind traditionell flach gehalten und aus altem grauem Stein erbaut. In Verbindung mit dem schottischen Highland-Klima reift der Whisky sehr langsam und erhält dadurch seine weiche Note.

Für die Lagerung und Reifung seiner Whiskys verwendet The Balvenie unterschiedliche Fasstypen. Neben den hauptsächlich benutzten First- und Refill-Bourbonfässern, kommen Ex-Sherry-Fässer wie auch Ex-Rum- und Weinfässer zum Einsatz.

Das Mastermind der Balvenie-Brennerei – David Charles Stewart

Die Queen persönlich schlug David Charles Stewart zum Ordensritter, nachdem ihr seine außergewöhnliche Leidenschaft für die Herstellung von Single Malts und seine besondere Qualifikation bei der Auswahl des richtigen Fassholzes zugetragen wurde. Dem Malt Master wird zudem die Erfindung des Double-Wood-Finish zugeschrieben. Bereitet er ein Warehouse-Tasting vor, so kann man davon ausgehen, dass er akribisch und mit großem Sachverstand jene Fässer aussucht und zum Arrangement anordnet, die aus den 1970er Jahren stammen. Zu dieser Zeit wurde noch vorrangig zum zweiten oder dritten Mal befüllte Casks verwendet, die dem Whisky einen unnachahmlichen Geschmack verliehen. Heute sind diese Fässer bedauerlicherweise kaum noch erhältlich.